Freitag, 16. Oktober 2009

Ode an die Arbeit?

Der Lebenssinn geht verloren, man weiß nicht, wozu man "nützlich" ist. Sollte mal ganz mutig über den Neubau alter Fabriken nachgedacht werden - Fließband , Stechuhr, Feierabendklingeln - bis zur Rente? Da wusste man doch, was man hat.


Autos lassen sich schließlich nicht nur zusammen, sondern auch mal auseinander schrauben, bevor sie dann wieder zusammengesetzt verkauft werden. Zu links? Das ist nur EINE Idee, Arbeitsplätze zu sichern, uns vor dem freien Fall zu schützen, den Sinn des Lebens zu erhalten!
Schlecht wäre das nicht, wir müssten dafür kaum umdenken ...

Wir könnten uns aber auch freuen über die wegfallende Arbeit, (was allerdings etwas mehr Denkarbeit in Anspruch nehmen würde). Der technologische Fortschritt nimmt sie uns einfach weg, oder auch der böse Unternehmer, der da so unbarmherzig rationalisiert und uns auf der Straße stehen lässt! 
Da muss man abwägen. Wie auch immer ... von alleine kommen die alten Arbeitsverhältnisse nicht zurück!

ZUM GLÜCK!

Es gibt nämlich, entgegen allen Annahmen und ökonomischen Analysen sehr viel Arbeit für uns.
Weil wir unseren Lebensunterhalt aber (unter immer "prekäreren" Umständen) verdienen müssen, sind wir fast blind für die dringlichsten Arbeiten im sozialen und kulturellen Bereich. Man sieht sie kaum, obwohl wir unter dem Mangel ihrer Ausführung schon jetzt leiden. Erstaunlicher Weise werden in Deutschland schon jetzt mehr ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet, als Erwerbsarbeitsstundengeleistet, nur werden sie finanziell nicht anerkannt. Wie wichtig ist uns eine funktionierende, herzliche Gesellschaft? Herr Westerwelle? 

Kommentare:

  1. Maxi, meine Liebe - großartig, dass ihr initiativ geworden seid in Leipzig! Wir freuen uns natürlich riesig, dass die Krönungswelle etwas dazu beitragen konnte an unserm gemeinsam mit dir organisierten Tourneetag am magischen 9.9.09. Neu denken, fühlen und handeln - jaaaaa! Deine "Ode an die Arbeit?" ist echt klasse geschrieben.

    Net worx - unsere gemeinsame Kraft wird immer sicht-, hör- und fühlbarer. Freu mich auf alles, was wir miteinander bewegen!

    Sei ganz doll umarmt.
    Uschi
    www.kroenungswelle.net

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  2. Liebe Maxi,

    Bedeutet "eingestellt" auch, dass du die Autorin bist?

    An und für sich eine tolle Grundidee, wie ich meine.

    Allerdings steckt mir zu viel alte Denkweise darin. An Stelle von persönlichem Schriebstil, nutzt der Autor/ die Autorin für meinen Geschmack viel zu viele diffuse "man". Und an Stelle von Hoffnung, nutzt er / sie nach meiner Wahrnehmung als Quelle die Angst. Für mich ist das an Formulierungen wie "sichern", "schützen" erkennbar. Außerdem formuliert er / sie sich, unpraktischer Weise, wenn direkt Anderes erreicht werden will, im wörtlichen "Mangel", obwohl er / sie die "Fülle" voranbringen will, wie ich denke.

    Wie sagte schon Mutter Theresa sinngemäß:
    "Ladet mich zu einer Anti-Kriegs-Demonstration ein und ich bleibe fern. Ladet mich hingegen zu einer Friedensdemo ein un dich komme mit Freuden."

    Andere Denkmuster zu erkennen ist das Eine. Sie zu nutzen das Andere. Direkt hilfreich, also über den schnellsten Weg zum Ziel führend, ist erst beides zusammen.

    Und "erstaunlicherweise" ist das Ergebnis der Aufteilung der Arbeitsstunden wohl auch nur für den, der ein denkwürdiges Weltbild mit sich trägt. - Ich war übrigens auch erstaunt. Heute ist es für mich völlig logisch. Ich denke, dem Autor geht es ähnlich.

    Liebe Grüße
    Axel

    P.S.: Alles nur meine Sichtweise. Andere mögen anderes erkennen und jeder erkennt wohl das, was für ihn selbst im moment der Erkenntnis wichtig ist.

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  3. Hallo Axel, danke für deinen Kommentar. Vielleicht hab ich einiges zu missverständlich formuliert, die Ironie scheint nicht so richtig erkennbar zu sein. Die "Angst", die du erkennst, "sichern" und "schützen" provoziert zur kritischen Analyse der alten Denkweise - finde ich jedenfalls. Aber grundsätzlich bin ich mit dir der Meinung, dass man nicht GEGEN, sondern FÜR etwas kämpfen sollte, da hat die Theresa auch recht. Danke für deine Gedanken, liebe Grüße, Maxi.

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  4. Super!
    Schon aus diesem kurzen Dialog wird ersichtlich, dass die Beteiligten am selben Strang ziehen und sich also gemeinsam voran bringen.
    Begegnungen sind heutzutage konstruktiv. Die Erfüllung unserer Bedürfnisse und Wünsche ist klar sichtbar.
    Ich bin sehr dankbar, dass ich mit solch lieben und bewussten, wachen Menschen zusammen leben und wirken darf!
    Thomas

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