Sonntag, 31. Mai 2015

Grundeinkommen, oder: Das Spiel mit der Zeit

Zeitpilotin Dana zeigt die Richtung an
Zeitreisen sind eine tolle Sache. Sie bringen Abwechslung und Abenteuer ins Leben, denn man kann Welten besuchen, die so ganz anders sind als die heutige. Das galt auch für die Reise in die Welt des Grundeinkommens, die an einem schönen Mai-Abend auf eine Einladung des Lindentalers hin ihren Anfang nahm.  Jeder Mitreisende brauchte nur eine Zauberfeder und ein wenig Kreativität. Die Reiserichtung war klar: Ab in die Zukunft!

Zwei von vielen Fragen zum Thema Grundeinkommen
Auf dieser Reise gab es einiges zu bestaunen, denn in der Welt des Grundeinkommens laufen viele Dinge anders. Im Zentrum stand dabei das ökologische Grundeinkommen. Die Idee dahinter ist, dass ein Grundeinkommen durch die stärkere Besteuerung von Ressourcen finanziert wird und damit zusätzlich noch Anreize für ein ressourcenschonenderes Wirtschaften setzt. Die erfahrene Zeitreiseleiterin Dana machte die Reisegruppe auf einige Besonderheiten in dieser Welt aufmerksam:
Könnten bzw. sollen Haus- und Pflegearbeit, Bildung und politisches Engagement durch das Grundeinkommen abgesichert und unterstützt werden?
Was würde sich für kreative und künstlerische Arbeit ändern, wenn sie keiner Verwertungslogik folgen muss?
Wie verändert sich die Arbeitswelt - schafft ein Grundeinkommen mehr Räume zur Selbstbestimmung?
Alle Mitreisenden wurden eingeladen, sich zu diesen verschiedenen Bereichen eigene Meinungen und Urteile zu bilden. Akustische und visuelle Untermalungen sorgten dabei für eine stimmige Atmosphäre.

Zeitreisen sind anstrengend... Zum Glück gabe es leckere vegane Verpflegung!

Das Rad der Zeit

Zeit ist ein interessantes Phänomen: manchmal vergeht sie langsam, manchmal rasend schnell; und häufig ist nicht genug davon für all die Dinge da, was man gerne machen möchte.

Wer den Roman "Momo" von Michael Ende gelesen hat, weiß, dass man Zeit nicht sparen kann. Letztendlich geht es auch beim Grundeinkommen nicht nur um Geld, sondern auch um Zeitwohlstand, und um die Frage: Wofür möchte ich meine Lebenszeit nutzen?
Das Rad der Zeit
Das Rad der Zeit geht auf die 4in1-Perspektive von Frigga Haug zurück und zeigt, welche Zeiten es im Leben gibt:
 Es gibt die Beziehungszeit, in der man sich um sich Selbst und seine Liebsten kümmert und körperliche und psychische Bedürfnisse erfüllt; Die Kreativzeit, die zum Lernen, Spielen, Weiterentwickeln und für die Muße da ist; die Politikzeit, in der über die großen und kleinen Fragen des Zusammenlebens in der Gesellschaft nachgedacht und diskutiert werden kann; und es gibt die Erwerbszeit, in der alles hergestellt wird, was man für ein gutes Leben braucht. (Eine gute Mütze voll Schlaf darf natürlich auch nicht fehlen, wie der weiße Bereich zeigt!) Wie sind diese Zeiten heute verteilt? Gibt es eine Zeit, die zu kurz kommt?


Der Rat der Zeit

Die Zeitreise neigte sich langsam dem Ende zu. Die Tagebücher waren gefüllt, die Zauberfedern wieder an ihrem Platz. Alle Teilnehmer hatten zahlreiche Reiseeindrücke und Fragen im Gepäck, die jetzt ausgiebig diskutiert wurden: Wann ist ein Grundeinkommen bedingungslos? Welche Probleme könnte es mit sich bringen, was gilt es zu beachten? Welche Modelle und Erfahrungen gibt es schon?

Bisher ist das Bedingungslose Grundeinkommen noch Zukunftsmusik, eine visionäre Idee, wie das Zusammenleben auf diesem Planeten aussehen könnte. Niemand weiß, wie die Zukunft sein wird, denn sie wird von uns allen erst erschaffen. Fest steht nur: Zur Inspiration gibt es nichts Besseres, als hin und wieder eine Zeitreise mitzumachen!

Freitag, 17. April 2015

Vorträge der Degrowth-Konferenz die sich mit dem Grundeinkommen beschäftigten

Ich möchte Euch informieren, dass die Videos der Degrowth-Konferenz auf dem YouTube-Kanal 2malschauen geschaut und diskutiert werden können. Wer die Videos für eine eigene Veranstaltung nutzen möchte, kann sich gerne bei mir melden volkmarkreiss(at)gmail.com.

Hier ist der Link zur gesamten Playlist

Dienstag, 14. Oktober 2014

Thesen zum Reformationstag

Vielleicht bin ich ja in diesem Jahr nicht der einzige, der zum Reformationstag am 31.10. auf Fotoexkursion gehen wird. Wenn ihr die Thesen mal lesen wollt, so schicke ich Euch gerne die PDF (dort stehen gleich 66). Ich wurde in den letzten Jahren an verschiedenen Orten fündig:
 
an Ampeln
in Augenhöhe
an Brückengeländern
am alten Rathaus
an Lichtmasten

bequem zum draufschauen :-)

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Omnibus für direkte Demokratie in Deutschland ist zur Zeit in Leipzig

Anlässlich "25 Jahre friedliche Revolution" fährt der OMNIBUS vom 5.9. bis 1.11. 2014 von Kassel aus über Halberstadt, Rostock, Wismar, Schwerin, Dresden, Bautzen, Freiberg, Leipzig, Weimar, Erfurt, Eisenach, Ifta - 60 Tage durch Ost-Deutschland. Entlang der OMNIBUS-Route finden Veranstaltungen mit Künstlern, Initiativen und VertreterInnen der damaligen Bürgerbewegung statt.
Werner Küppers, der OMNIBUSFahrer, hat zusätzlich schon viel für die Verbreitung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommen getan. Wenn ihr ihn und seine Praktikanten vom 8.-10.10.2014 im Salzgäßchen besucht, könnt ihr von seinen Erfahrungen hören. Von 10 bis 18 Uhr sind alle Menschen eingeladen, für die Bundesweite Volksabstimmung zu unterschreiben und sich über ihr im Grundgesetz verankertes Recht einzufordern.
Fragt nach Informationen zum Grundeinkommen :-)

Übrigens - Am 10.10. kommt Werner Küppers ins Haus der Demokratie
Einladungskarte (PDF)
www.omnibus.org

Samstag, 4. Oktober 2014

Plakataktion in der Woche des Grundeinkommens

"Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?" Mit dieser klassischen Einstiegsfrage, diesmal allerdings gedruckt auf ein 2x3 Meter Bodenplakat, haben wir uns in der Woche des Grundeinkommens in die Innenstadt begeben und sind dadurch schnell mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen.

Was würden Sie arbeiten? Diese Frage hat die Menschen ganz unterschiedlich getroffen. Manche gingen ganz schnell weiter, manchen wurde ein Schmunzeln entlockt und wieder andere kamen aus dem Grübeln gar nicht mehr heraus. Über das Plakat gestolpert sind aber am Ende alle irgendwie.




Was würden Sie arbeiten? An drei Tagen wurden für unsere Umfrage insgesamt über 350 Kreuze abgegeben (Mehrfachnennung war erlaubt) und dutzende Flyer und Infohefte verteilt. In Puncto Sensibilisierung der Menschen und Öffentlichkeitswirkung unserer Initiative ein großer Erfolg.

Was würden die Leute nun tun? Hier sind die Ergebnisse unserer nicht repräsentativen Umfrage*:

Der Großteil würde das Gleiche weiter arbeiten wie bisher. Den zweiten Platz teilen sich die berufliche Weiterbildung, mehr Engagement im Sozialen und in der Kultur und das Nehmen einer Auszeit.

Wir bedanken uns noch mal herzlich bei allen, die mit überlegt, diskutiert und ihr Kreuz gemacht haben!


*Anmerkung: Über den Hintergrund der TeilnehmerInnen sowie darüber, wer wie viele Kreuze gemacht hat, wurden keine Daten erhoben.