Montag, 21. Januar 2019

Regionaltreffen Ost des Netzwerkes Grundeinkommen





Am Samstag, dem 11.01. fand von 11.00 - 17.00 Uhr in Leipzig das Regionaltreffen Ost des bundesweiten Netzwerkes Grundeinkommen statt. 
Dabei hatte sich wieder einmal das Haus der Demokratie und sein Raum im Erdgeschoß als gute Location erwiesen.

Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg waren geladen um sich gemeinsam zum Thema Grundeinkommen zu informieren und auszutauschen.
Dabei hatten wir als Initiative vor Ort die Aufgabe, für die Bereitstellung von Speis und Trank zu sorgen. Das war durchaus eine kleine Herausforderung, vor allen Dingen zeitlicher Natur. Am Ende waren aber die Tische gedeckt und für das leibliche Wohl gesorgt. Vielen Dank an die fleissigen Helfer. Bei über 30 Personen gab es zu keiner Zeit Engpässe bei der kulinarischen Versorgung!

Thematisch beschäftigten wir uns zunächst mit einer Buchvorstellung von Daniel Weißbrodt. Als Kulturwissenschaftler hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, einen utopischen Roman mit dem Titel "Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022 - 2050. Wie das bedingungslose Grundeinkommen unser Leben und unsere Gesellschaft verändert hat" zu verfassen.
Der Autor war selbst mit anwesend, beschrieb sein Werk und konnte so mit Rat und Tat bei den auftauchenden Fragen zur Seite stehen. Dem Autor ist besonders wichtig, Denkimpulse zu schaffen um eine Gesellschaft neu zu denken. Keineswegs würde er sich darauf festlegen, dass die Geschichte genauso geschehen muß wie er es in seinem fiktiven Roman beschreibt.

Das Buch wird zur Buchmesse Leipzig im März auch noch einmal offiziell vorgestellt.
Bereits jetzt kann man sich ein Exemplar käuflich erwerben.

 Nach einer Mittagspause, die einige der Anwesenden für einen kulturellen Ausflug zur in der Nähe befindlichen Paul-Gerhard-Kirche nutzten, eine Glockenturmbesteigung inklusive, gab es einen Vortrag von Ronald Blaschke zur Höhe des Existenz- und Teilhabeminimums. Dabei kam er in seinen Ausführungen in etwa zu der selben Höhe was den Geldbetrag betraf wie Daniel Weißbrodt in seinem vorher vorgestellten Roman was die Höhe des Grundeinkommens anging.

 Danach folgte ein Gedankenaustausch der Anwesenden wie das 15-jährige Bestehen des Netzwerkes Grundeinkommen um den 05.07.2019 begangen werden könnte. Ein Vorschlag, der auf breite Zustimmung stieß, wäre eine "Sternwanderung". Vertreter des Netzwerkes aller Bundesländer treffen sich auf dem Brocken im Harz, um dort ein Banner aus 16 jeweils mitgebrachten Teilen medienwirksam zusammen zu fügen. Dieser Vorschlag wird bei der kommenden Mitgliederversammlung in Fankfurt eingebracht.

Ein nächstes Regionaltreffen Ost soll voraussichtlich im Herbst in Weimar stattfinden.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Hartz-IV-Debatte im Sächsischen Landtag

Medial wahrscheinlich wenig beachtet war es der Leipziger Inernet Zeitung eine Nachricht wert.

Am 14. Dezember debattierte der Sächsische Landtag nicht nur über den Wald, sondern auch über „Armut per Gesetz“. Die Linksfraktion hatte den Prioritätenantrag „Hartz IV abschaffen – sanktionsfreie Grundsicherung einführen!“ (Drucksache 6/15521) gestellt. Immerhin diskutiert ja die SPD mittlerweile über die Abschaffung von „Hartz IV“ und eine ehrlichere Grundsicherung für Arbeitslose. Aber wirklich streitbar zeigten sich nach der Debatte eher Linke und Grüne. 

Donnerstag, 1. November 2018

SPD und die Debatte ums Grundeinkommen

Viele fragen sich, wie hält es die SPD mit dem Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen"? Dass die Diskussion zu diesem Thema durchaus vorhanden ist, konnte man schon vor einiger Zeit erkennen, als Berlins Oberbürgermeister Michael Müller medienwirksam von seiner Idee eines solidarischen Grundeinkommens sprach. Damit aber von der Grundintension eines Bedingungslosen Grundeinkommens abwich.

Einen schönen Einblick zur Lage der SPD zu diesem Thema gab es nun in einem Artikel von Tobias Heimbach in der Zeitung "Welt".

Deutlich wurde, dass bei der Basis, den einfachen SPD-Mitgliedern, das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen größeren Zuspruch erfährt als bei den Funktionären. 
Noch ist die Skepsis bei altgedienten SPD-Führungskräften wie Stegner groß.

Doch es gibt auch anderweitige Enwicklungen wie die von Simone Lange, Flensburger SPD-Oberbürgermeisterin und Befürworterin eines Bedingungslosen Grundeinkommens.
Sie will zudem als Kandidatin für den Parteivorsitz gegen Andrea Nahles kandidieren.

Freitag, 5. Oktober 2018

Vortrag im Einklang

Gestern gab es von Frederik einen Vortrag zum Thema: "BGE - Irrweg oder Ausweg?" in den Räumlichkeiten des Praxis und Seminarraums "Im Einklang" im Herzen der Stadt Leipzig. Der Vortrag hielt sich inhaltlich an dem bereits im Frühjahr im Haus der Demokratie gehaltenen

Dennoch ist jede Veranstaltung wieder eine neue Herausforderung und die anschließende Diskussion zeigte auch, das hier und da Gesprächsbedarf bestand.
So wurde das Wort "bedingungslos" noch einmal unter die Lupe genommen und es wurde klar, dass dieses Wort nur in Beziehung zu den 4 Punkten stehen kann, die ein Bedingungsloses Grundeinkommen definieren, nämlich:

  • die Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen,
  • einen individuellen Rechtsanspruch darstellen sowie
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung und
  • ohne Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen garantiert werden 
Das dies streng genommen 4 Bedingungen sind, ist sicher nachvollziehbar. Aber diese Diskussion scheint auch innerhalb der Grundeinkommensszene sehr wichtig zu sein, denn es gab in diesem Jahr bereits ein Frankfurter Manifest, auf dem der neue Begriff "Emanzipatorisches Grundeinkommen" eingeführt wurde. Dazu findet man auch einen Eintrag auf unserem Blog: Emanzipatorisches Grundeinkommen.

Wir hoffen, dass die Veranstaltung weiteren Anklang gefunden hat und wir bald mit noch mehr Infos die Idee des Grundeinkommens diskutieren können.

BGE-Vortrag im "Im Einklang"

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Woche des Grundeinkommens - Kleiner Eindruck

Die Woche des Grundeinkommens ist nun schon wieder Geschichte.
In Leipzig gelang es uns leider nicht in dem erforderlichen Ausmaße den Fokus auf dieses Thema in die örtliche Öffentlichkeit zu tragen. Dazu fehlte es uns an Manpower um hier mehr auf die Beine zu stellen.
Aber immerhin, das Bodenplakat wurde fleissig präsentiert, besonderen Dank geht hier an Volkmar, der sich hier in vorbildlicher Weise engagierte.
Vielleicht können wir mal einen kleinen Workshop zum Thema: "Wie gestalte ich meinen Drahtesel öffentlichkeitswirksam?" unter fachlicher Anleitung von Volkmar durchführen. U.a. kann dabei erötert werden, wie man mit Software große A3-Drucke anfertigen kann.

Unten noch ein Eindruck nach getaner Arbeit mit dem Bodenplakat in der Öffentlichkeit. Eine kleine Manipulation am Bild hab ich mir erlaubt. Wer kann es finden? ;-)

In der Leipziger Innenstadt mit Bodenplakat